Festival Rümlingen 2012 – Neue Musik – Theater – Installation
Biografien
Sylwia Zytynska (künstlerische Gesamtleitung), geboren 1963 in Warschau, studierte Klavier, Cello und Percussion in Warschau und Krakau. Anschliessend Schlagzeugstudium an der Musikhochschule Basel. Seither konzertierte sie als Solistin und Kammermusikerin auf vielen Bühnen der zeitgenössischen Musik und spielte zahlreiche CD- und Rundfunk-Aufnahmen ein. Mehr als zehn Jahre war sie festes Mitglied des Ensemble 13 in Karlsruhe. In den letzten Jahren stehen vermehrt eigene Projekte, Performances und Kompositionen im Mittelpunkt ihres Schaffens. Eine intensive Improvisationsarbeit verbindet sie mit Marianne Schuppe (Stimme) und Alfred Zimmerlin (Cello). Ihr besonderes Interesse für Musiktheater, Neue Musik und Performances führte sie 1991 zum Festival Neue Musik Rümlingen, bei dem sie seither in der Programmgruppe mitwirkt. Sylwia Zytynska unterrichtet ausserdem seit 1985 Schlagzeug an der Musikschule Basel. Sie war Composer of the week beim „Musikmonat 2001“ in Basel und erhielt im selben Jahr den Kulturpreis der Alexander Clavel-Stiftung. 2004 gründete sie die Kinderkonzertbühne gare des enfants, mit der sie 2009 den Lily Waeckerlin-Preis für Jugend und Musik erhielt. Seit 2007 bespricht sie bei DRS 2 gemeinsam mit Thomas Adank und Thomas Mayer Neuerscheinungen auf dem CD-Markt im Bereich der zeitgenössischen Musik.
Claudia Vonmoos (Leitung Auftaktkonzert in Liestal) studierte Klavier in Basel und Luzern. Im Zusammenhang mit dem Solistendiplom wurde ihr der Edwin-Fischer-Gedenkpreis verliehen. Sie konzertierte als Solistin etwa mit den Festival Strings Lucerne, dem Luzerner Sinfonieorchester, der Basel Sinfonietta und dem Kammerorchester Basel, unter anderem mit den Dirigenten Jürg Wyttenbach und Peter Gülke. Neben ihrer solistischen Konzerttätigkeit spielt Claudia Vonmoos seit 1989 mit dem Pianisten Paul Clemann im Klavierduo (Auftritte im In- und Ausland, mehrere Uraufführungen, CD- und Radioaufnahmen). Mit der Schauspielerin Serena Wey arbeitet sie seit Jahren zusammen, und mit der Tänzerin Rahel Vonmoos (London / Zürich) entwickelt sie Projekte, in denen Neue Musik und Tanz in enge Verbindung zueinander gebracht werden. Daneben unterrichtet Claudia Vonmoos an der Musik-Akademie der Stadt Basel. Sie ist in den letzten Jahren durch Programme bekannt geworden, in denen Musik, Text und Szene eine Synthese bilden und die sie im gesamten deutschsprachigen Raum aufführte.
Fritz Hauser (Eröffnung), geboren 1953 in Basel, entwickelt Soloprogramme für Schlagzeug und Perkussion, die er weltweit zur Aufführung bringt. Spartenübergreifende Arbeiten mit dem Architekten Boa Baumann, der Lichtgestalterin Brigitte Dubach, der Regisseurin Barbara Frey sowie den Choreografen Joachim Schloemer, Heddy Maalem und Anna Huber nehmen einen wichtigen Platz in seinem Schaffen ein. Kompositionen für Schlagzeugensembles und -solisten, Klanginstallationen (u.a. Therme Vals, Architekturmuseum Basel), Radiohörspiele, Musik zu Filmen und Lesungen. Auf dem Gebiet der improvisierten Musik Begegnungen mit den Musikerinnen und Musikern Urs Leimgruber, Joëlle Léandre, Marilyn Crispell, Christy Doran, Pauline Oliveros, Lauren Newton, Patrick Demenga, Fred Frith u.a. Im Bereich Perkussion spielt und arbeitet er mit Perkussionssolisten und -ensembles auf der ganzen Welt: Kroumata, Steven Schick, Keiko Abe, Synergy Percussion, Michael Askill, Speak Percussion, Bob Becker, Nexus, ensembleXII. Zahlreiche CDs als Solist und mit diversen Ensembles.
Priska Elmiger (Leitung Zirkus Rümpümpüm), geboren 1971 in Sursee, arbeitete zunächst als Kindergärtnerin. Sie besuchte von 1992-1994 die Theaterschule Jacques Lecoq in Paris und arbeitete dann als Schauspielerin und Clownin bei verschiedenen Theaterkreationen, vor allem in Frankreich, Italien und Finnland. Mit Gastspielen ist sie in ganz Europa unterwegs. Zentrales Anliegen ihrer Arbeit ist immer der Ausdruck des eigenen Körpers, jenseits von Sprachgrenzen. Neben ihrem Engagement bei gare des enfants als regelmässige Hauptdarstellerin der Reihe „S’ zähni Gschichtli“ arbeitet sie in Basel als Spitalclownin.
Yvonne Troxler (Co-Leitung Büchsenpost), 1962 geboren, ist in Luzern aufgewachsen, hat in Basel Klavier studiert und lebt heute in New York. Sie tritt als Solistin und als Kammermusikerin auf. Ihre Konzerte führten sie durch die USA, Kanada und grosse Teile Europas. Ihr breitgefächertes Repertoire umfasst sowohl traditionelle klassische Musik wie auch zeitgenössische Musik. Sie spielte an verschiedenen internationalen Festivals wie „Tage für neue Musik“, Giessen; „25 Jahre Ensemble 13”, Karlsruhe; „Festival für elektronische Musik”, Basel; „Tage für neue Musik”, Zürich, „Construction in Process VII”, Polen, „August Art Festival”, New York und „Swisspeaks Festival”, New York. Die Zusammenarbeit mit namhaften Komponisten ist ein wichtiger Bestandteil ihrer Tätigkeit als Interpretin. Sie hat in zahlreichen Uraufführungen und Radio- und Fernsehaufnahmen mitgewirkt und hat im Jahr 2000 das „Glass Farm Ensemble” gegründet. Die Konzerte fanden am Anfang in einem New Yorker Künstlerloft statt, seit der Saison 2003 in einer New Yorker Galerie. Die Programme bestehen mehrheitlich aus neuer Amerikanischer und Europäischer Musik und immer wieder auch aus Musik von Schweizer Komponisten wie Balz Trümpy, Dieter Ammann, Heinz Holliger, Thomas Kessler, Wolfgang Heiniger u.v.a. 2003 spielte das Glass Farm Ensemble im Rahmen des Swisspeaks Festivals ein Programm mit ausschliesslich Schweizer Kompositionen. Balz Trümpy schrieb für Troxler zu diesem Anlass die Soloklavierstücke „Im Labyrinth”.
Luigi Laveglia (Co-Leitung und Komposition Büchsenpost), geboren 1971 in Luzern, studierte nach der Matura in Luzern (Hiroko Sakagami) und Winterthur (Karl-Andreas Kolly) Klavier, danach Komposition und Musiktheorie an der Musikhochschule Basel (Detlev Müller-Siemens, Komposition/Kontrapunkt und Roland Moser, Harmonielehre). Weitere Kurse bei Heinz Holliger, Wolfgang Rihm, Robert H.P. Platz, Helmut Lachenmann u.a. Als Komponist ist er mit verschiedenen Projekten vor allem in Europa und den USA in Erscheinung getreten. Besonders zu erwähnen sind die Teilnahme als Composer of the week am Basler Musikmonat 2001, die Produktion „encantadas – die verwunschenen inseln (nach Texten von H. Melville)“ am Luzerner Theater und die Teilnahme an der Promotionstour (Osaka, Nagasaki und Tokyo) des Schweizerpavillon für die Weltausstellung in Aichi 2004 (Japan). Seine künstlerische Tätigkeit wurde vielfach ausgezeichnet (u.a. Studienpreise für Komposition der Kiefer-Hablitzel-Stiftung, Werkbeitrag im Bereich komponierte Musik von Kanton und Stadt Luzern, Finalist des renommierten Robert Helps International Composition Competition). Neben seiner künstlerischen und pädagogischen Arbeit ist er beim Luzerner Sinfonieorchester in den „Horizont“-Projekten im Bereich der Musikvermittlung für Kinder und Jugendliche tätig.
Paula Matthusen (Leitung Kofferperformance, Konzert „Büchsenpost“), geboren 1978, schreibt sowohl elektroakustische als auch akustische Musik und ist auf Klanginstallationen spezialisiert. Sie hat bereits für verschiedene Instrumentalensembles komponiert, arbeitet aber auch mit Choreographen und Theaterensembles. Ihre Arbeiten befassen sich oft mit Diskrepanzen im musikalischen Raum zwischen dem Realen, dem Imaginären und dem Erinnerten. Ihre Musik wurde an zahlreichen Bühnen und Festivals in Amerika und Europa aufgeführt. Matthusen erhielt für ihre Arbeit ein Fulbright Stipendium, den ASCAP Morton Gould Young Composers’ Award, den Ersten Preis bei der Young Composers’ Meeting Composition Competition und das MacCracken and Langley Ryan Stipendium. Sie promovierte an der New York University – GSAS und lehrte für vier Jahre an der Florida International University, wo sie das FLEA Laptop Ensemble gründete. Paula Matthusen lehrt derzeit experimentelle Musik sowie das Fach Komposition und Technologie als Assistenzprofessorin an der Wesleyan University.
Marcus Weiss (Leitung Konzert Kirche), geboren 1961 in Basel, ist einer der beachtetsten und vielseitigsten Saxophonisten heute. Er studierte bei Iwan Roth an der Hochschule für Musik Basel sowie bei Frederick L. Hemke an der Northwestern University (Chicago). Sein Repertoire umfasst alle „Epochen“ der kurzen Geschichte seines Instrumentes, von ihren Anfängen im impressionistischen Frankreich bis in die Gegenwart. Mit unzähligen Uraufführungen neuer Stücke trägt er seit Jahren massgebend dazu bei, dem Saxophon ein umfangreiches Repertoire zu verschaffen und den Begriff „klassisches Saxophon“ zu entstauben. Dies sowohl solistisch als auch kammermusikalisch. Zahlreiche zeitgenössische Komponisten schrieben Werke für Marcus Weiss. Als Kammermusiker tritt Marcus Weiss in den letzten Jahren in erster Linie mit seinen zwei eigenen Formationen auf. Mit dem TRIO ACCANTO (mit Yukiko Sugawara, Klavier und Christian Dierstein, Perkussion) und dem Saxophonensemble XASAX (Paris). Marcus Weiss ist Preisträger des Solistenpreises des Schweizerischen Tonkünstlervereins 1989. Er ist Professor für Saxophon und die Aufführungspraxis zeitgenössischer Musik an der Hochschule für Musik Basel.
Leo Hofmann (Nachwuchskomponist Konzert Kirche), geboren 1986 in Zürich, studierte zunächst Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft an der Universität Zürich. Anschliessend Studium „Musik und Medienkunst“ an der Hochschule der Künste Bern bei Daniel Weissberg und Michael Harenberg. Künstlerische Arbeiten an der Schnittstelle von Medienkunst und Neuer Musik. Kompositionen für Theaterproduktionen, elektro-akustische Stücke und Hörspiele. Diverse Ausstellungen von Klanginstallationen (ZKM, Musikfestival Bern, Visarte, Neue Töne OPEN). Entwicklung des Environment „wind.attach“ für diverse Medienkunst-Applikationen, die Klang mit Luft kombinieren. Seit Frühling 2010 Anstellung am Institut für Transdisziplinarität. Seit Herbst 2011 Minor-Studium am Théâtre musical in Biel mit Schwerpunkt auf Interpretation von Live-Elektronik im zeitgenössischen Musiktheater (Produktionen mit Vinko Globokar und Helmut Oehring).
Florina Diemer (Nachwuchskomponistin Konzert Kirche), geboren 1990 in Zürich als Tochter einer Musikerin und eines Tontechnikers, absolvierte ab Juli 2007 am Institut für Computermusik und Tontechnik der Zürcher Hochschule der Künste, ein Praktikum. In diesen eineinhalb Jahren festigte sich ihre Leidenschaft für Musik und Audiotechnik. Anschliessend folgte ein halbjähriges Praktikum im Jugendkulturzentrum Dynamo in Zürich als Live- und Studiotontechnikerin und weitere neun Monate im Zürcher Jazzclub Moods. Seit September 2010 studiert Florina Diemer „Musik und Medienkunst“ an der Hochschule der Künste Bern. Als Tontechnikerin arbeitet sie zwischendurch in den Jugendkulturzentren Industrie 45 in Zug und im Treibhaus Luzern.
Cordula Bürgi (Leitung Mädchenkantorei Basel), geboren in Uetliburg, erhielt mit sieben Jahren den ersten Violin- und Klavierunterricht. An der Kantonsschule Wattwil, wo sie bis 1998 das Lehrerseminar besuchte, war sie als Geigerin und Konzertmeisterin des Jugendorchesters „il mosaico“ unter der Leitung von Hermann Ostendarp tätig. Nach Abschluss der Ausbildung zur Primarlehrerin absolvierte sie das Studium für Schulmusik II und Chorleitung an der Musikakademie Basel bei Raphael Immoos sowie ein Violinstudium bei Daniel Dodds an der Musikhochschule Luzern. Seit 1999 ist Cordula Bürgi Chorleiterin bei der Mädchenkantorei Basel und wurde im Sommer 2008 zu deren künstlerischen Leiterin gewählt. Neben ihrer Tätigkeit als Musiklehrerin an mehreren Schulen widmet sie sich intensiv der Realisierung von Opernaufführungen mit Kindern und Jugendlichen sowie Projekten zeitgenössischer Musik.
Mike Svoboda (Klangwanderung, Leitung „Acoustica“ Ruine Homburg), geboren 1960 auf der Pazifikinsel Guam, wuchs in Chicago auf und kam 1982 nach Abschluss seiner Studien (Komposition und Dirigieren) dank eines Kompositionspreises nach Deutschland. Von entscheidender Bedeutung für seinen künstlerischen Weg war die elf Jahre währende Zusammenarbeit mit Karlheinz Stockhausen. Durch den Austausch mit ihm und anderen Komponisten wie Peter Eötvös, Helmut Lachenmann, Martin Smolka und Frank Zappa verhalf Svoboda in den vergangenen zwanzig Jahren mehr als 300 Werken zu ihrer Uraufführung. Nach dem Ende seiner Zusammenarbeit mit Stockhausen nahm Svoboda das Komponieren selbst wieder auf und erhielt seither zahlreiche Kompositionsaufträge für Orchester- oder Bühnenwerke. Mit scheinbarer Leichtigkeit überwindet er immer wieder die vermeintlichen Differenzen zwischen U- und E-Musik, baut er durch die Anwendung unterschiedlichster Musikstile und durch oftmals unerwartete Verbindungen zwischen Traditionellem und Gegenwärtigem dem Publikum neue Brücken zur Musik. Oft musiziert er mit dem von ihm gegründeten Mike Svoboda Ensemble. Seit September 2007 ist Svoboda Professor für Posaune und zeitgenössische Kammermusik an der Hochschule für Musik Basel.
Balthasar Streiff (Klangwanderung, Komposition, Leitung Laienbläser), geboren 1963 in Baden, absolvierte das Grundstudium an der Jazzschule Luzern mit den Fächern Trompete und Gesang, bevor er ein Studium an der Hochschule für Gestaltung Basel mit Abschluss im Bereich Freie Bildhauerei anschloss. 2005-09 machte er eine Weiterbildung in lochloser Barocktrompete und Zink an der Schola Cantorum Basiliensis. Verschiedene Arbeiten auf der Schnittstelle von Musik, Raum und Klang führten Streiff zum Alphorn. Seine langjährige Auseinandersetzung mit dem Schweizer Kultinstrument wird begleitet von Projekten quer durch Bereiche der Bildenden Kunst, Theater, Perfomance, Film, Literatur und durch die verschiedensten Musikstile. 1996 gründete er zusammen mit dem Stimmperformer Christian Zehnder das international renommierte Duo stimmhorn, im Alphornquartett hornroh bewegt er sich zwischen Schweizer Tradition und Zeitgenössischer Musik. Seit 1998 erhielt Streiff verschiedenste Kompositionsaufträge. Seit 2007 Lehrauftrag als freier Dozent an der Hochschule Luzern, u.a. zum Aufbau einer Alphornklasse in der neuen Abteilung Volksmusik. Streiffs Affinität zu Material und räumlicher Gestaltung führte ihn auch immer wieder in den Instrumentenbau, zum Entwurf neuer und der Weiterentwicklung verschollener Blasinstrumente.
Dominik Dolega (Klangwanderung, Leitung Schlagzeuggruppe), geboren 1979 in Krakau, studierte Schlagzeug an der Hochschule für Musik in Krakau und beschäftigt sich mit zeitgenössischer Musik und Kammermusik in verschiedenen Formationen. 2003 kam er nach Basel für ein Nachdiplomstudium bei Christian Dierstein und Walter Fähndrich. Er ist Preisträger mehrerer Schlagzeugwettbewerbe in Polen als Solist und Kammermusiker. Teilnahme an diversen Festivals in der Schweiz und in Europa. Dolega unterrichtet Schlagzeug bei der Knabenmusik Basel und an der Musikschule Aesch. Er tritt ausserdem seit einigen Jahren regelmässig als Perkussionist und Darsteller in der Konzertreihe gare des enfants bei den „Zähni Gschichtli“ auf.
Stefan Ruf (Klangwanderung, Leitung Familien und Hornensemble) absolvierte seine Ausbildung im Fach Horn an der Musik-Akademie Basel und in Köln. Neben seiner regelmässigen solistischen und kammermusikalischen Tätigkeit (Orpheus Quintett, Basler Hornquartett) unterrichtet er an der Musik-Akademie Basel und am Konservatorium Zürich Schüler und Schülerinnen jeder Altersstufe. Zudem ist er Dozent für Methodik und Fachdidaktik an der Hochschule der Künste Zürich. Zu seinem Spezialgebiet gehören das Training und Coaching von Holzbläser-Ensembles. Aus seinen Klassen sind bei internationalen und nationalen Wettbewerben in den Kategorien Solo, Kammermusik und Duo schon über 100 PreisträgerInnen hervorgegangen. Stefan Ruf ist im 2007 von der World Horn Society mit dem Punto Award für nachhaltige pädagogische und künstlerische Arbeit ausgezeichnet worden. Konzerttätigkeit in diversen stilistischen Bereichen, vor allem jedoch im Bereich der zeitgenössischen Musik. Unter anderem wurden ihm Solowerke von den Komponisten Rudolf Kelterborn, Thüring Bräm, Jürg Wyttenbach, Balz Trümpy und Alfred Knüsel gewidmet.
Martin Müller (Ausstellung Klangskulpturen), geboren 1964 Basel, ist Maschinenkünstler und Klangtüftler. Er ist gelernter Mechaniker und übernimmt seit 1991 für verschiedene Auftraggeber die technische Umsetzung sowie die Mitgestaltung von Ausstellungen und führt audiovisuelle sowie künstlerische Projekte aus. Diese Erfahrungen sowie die Auseinandersetzung mit der Musik und das Erlernen des Orgelspiels animierten ihn dazu, eigene Werke zu kreieren. 2002 begann er, interaktive Klangskulpturen und kinetische Objekte zu bauen. Im Zentrum seiner Arbeiten steht der Dialog: Dank den Sensoren an seinen Skulpturen begegnen sich Mensch und Maschine und erwecken so die Installation zum Leben. Müllers Arbeiten sprechen durch optische und akustische Effekte das Auge und das Ohr an. Seit 2004 nimmt Martin Müller an nationalen und internationalen Ausstellungen teil.