Festival Rümlingen

TEAM

Verein Neue Musik Rümlingen Der Verein besteht seit 1990 und hat zum Zweck die alljährliche Durchführung des Festivals Neue Musik Rümlingen.

Der Vereinsvorstand besteht jeweils aus den Mitgliedern der Programmgruppe (2016: Christian Dierstein, Lydia Jeschke, Thomas Meyer, Daniel Ott, Markus Weiss, Sylwia Zytynska). Im Förderverein unterstützen rund 100 Personen die Durchführung des Festivals. Bis ende 2017 ist der Verein Subventionsempfänger des Kantons Basellandschaft.


Christian Dierstein, geboren 1965, absolvierte sein Musikstudium bei Bernhard Wulff in Freiburg, bei Gaston Sylvestrein in Paris und bei Wassilios Papadopulus in Mannheim. Seit 1988 ist er Schlagzeuger des Ensemble Recherche und seit 1994 des Trio Accanto (zusammen mit Yukiko Sugawara und Marcus Weiss). Er beschäftigt sich intensiv mit dem Studium aussereuropäischer Musik und mit freier Improvisation. Seine zahlreichen Solokonzerte u. a. in der internationalen Konzertreihe «Rising Stars» und sein solistisches Auftreten mit verschiedenen Orchestern führen ihn durch ganz Europa. Zudem verfasst Dierstein eigene Kompositionen für Hörspiel und Theater. Seit 2001 ist er Dozent für Schlagzeug und Neue Kammermusik an der Hochschule für Musik in Basel. Er gab zudem zahlreiche Schlagzeug-Kurse u. a. in Buenos Aires, Los Angeles, Chicago, New York, Tiflis, Peking, Moskau, Oslo und Madrid. Seit 2008 ist Christian Dierstein Dozent bei den Internationalen Darmstädter Ferienkursen für Neue Musik in Darmstadt.


Lydia Jeschke, geboren 1967 in Berlin, studierte Musikwissenschaft, Germanistik und Philosophie in Freiburg i. Br. 1993–1997 zusammen mit Erika Schaller und Nuria Schoenberg Nono Aufbau des Archivio Luigi Nono (Venedig), anschließend wissenschaftliche Arbeiten ebd. 1996 Promotion (Prometeo. Geschichtskonzeptionen in Luigi Nonos Hörtragödie, Stuttgart: Steiner 1997). Vorträge und Lehrveranstaltungen an verschiedenen Institutionen, Publikationen für Zeitschriften, Rundfunkanstalten, CD-Editionen und Buchverlage v. a. zur Musik des 20./21. Jahrhunderts. 2002–2005 Forschung und Lehre an der Freiburger Musikhochschule (Forschungsprojekt zur Rezeption und medialen Vermittlung Neuer Musik). Seit 1994 ist Lydia Jeschke Mitarbeiterin der Donaueschinger Musiktage, seit 2001 ist sie ausserdem Dramaturgin des Festival Rümlingen (Schweiz). Nachdem Lydia Jeschke seit 1998 freie Redakteurin für Neue Musik im SWR war (u. a. redaktionelle Betreuung der 120teiligen Sendereihe «Vom Innen und Aussen der Klänge. Die Hörgeschichte der Musik des 20. Jahrhunderts»), ist sie seit 2007/08 künstlerische Leiterin der Konzertreihe Ars Nova des SWR.


Thomas Meyer Irgendwann in der Pubertät waren Beethoven und Brahms, Mussorgski und Rachmaninow nicht mehr genug, und während seine Kollegen sich für die Beatles und Jimi Hendrix begeisterten, begann Thomas Meyer sich mit Debussy und Strawinsky, mit Bartók und Messiaen zu beschäftigen, fasziniert von der Leuchtkraft ihrer Farben und der Eindringlichkeit ihrer Rhythmen. Und so ging es Schritt für Schritt und manchmal auch sehr sprungweise in die Avantgarde hinein. Kam hinzu, dass er an der Zürcher Uni neben Jus auch musikwissenschaftliche Seminare beim Komponisten Hans Ulrich Lehmann besuchte. Schnell waren die Jus-Vorlesungen abgebrochen und stattdessen solche in Musikwissenschaft bei Kurt von Fischer sowie in Literaturkritik bei Werner Weber belegt. Beim Tages-Anzeiger Zürich wurde er Musikjournalist, später bei Radio SRF 2 Kultur, immer im zentralen Bereich der Neuen Musik, aber mit Interesse durch die ganze Klassik bis hin zum Mittelalter zurück und auch in den offenen Feldern Improvisation, Jazz, Installation, Aktion, Film, Multimedia. Thomas Meyer lebt mit seiner Familie in der Nähe von Zürich.


Daniel Ott, geboren 1960 in Grub, wuchs im Kanton Appenzell und später in der Nähe von Basel auf. 1980 erhielt er sein Klavierdiplom und unterrichtete anschliessend Klavier und Musik in den Regionen Basel und Graubünden. Gleichzeitig war er am Aufbau verschiedener freier Theatergruppen beteiligt und zog u.a. mit einem Strassentheater per Wagenbühne und Pferden durch die Schweiz. 1983–85 führten ihn Theaterstudien nach Paris und London, von 1985 bis 1990 studierte er Komposition bei Nicolaus A. Huber an der Folkwang-Hochschule Essen sowie bei Klaus Huber an der Musikhochschule Freiburg im Breisgau. Seit 1990 ist Daniel Ott freischaffend tätig als Komponist, Pianist und Darsteller mit Arbeitsschwerpunkt Neues MusikTheater und mit interdisziplinären und raum- bzw. landschaftsbezogenen Arbeiten. 1990 gründete er das Festival Neue Musik Rümlingen, 1995–2004 war er Lehrbeauftragter für Experimentelle Musik an der Hochschule der Künste Berlin. Seit 2005 lehrt er als Professor für Komposition und Experimentelles Musiktheater an der Universität der Künste Berlin. Seit 2016 ist er zusammen mit Manos Tsangaris Künstlerischer Leiter der Münchener Biennale für Neues Musiktheater.


Marcus Weiss, geboren 1961 in Basel, ist heute einer der beachtetsten und vielseitigsten Saxophonisten. Er studierte bei Iwan Roth an der Hoch­schule für Musik Basel sowie bei Frederick L. Hemke an der Northwestern University in Chi­cago. Sein Repertoire umfasst alle «Epochen» der ku­rzen Geschichte seines Instrumentes, von ihren Anfängen im impressionistischen Frankreich bis in die Gegenwart. Mit unzähligen Urauf­führungen neuer Stücke trägt er seit Jahren mass­gebend dazu bei, dem Saxophon ein umfangreiches Repertoire zu verschaffen und den Be­griff «klassisches Saxophon» zu ent­stauben. Dies sowohl solistisch als auch kammermusikalisch. Zahlreiche zeitgenössische Kompo­nisten schrieben Werke für Marcus Weiss. Als Kammer­musiker tritt er seit einigen Jahren in erster Linie mit seinen zwei eigenen Formationen auf. Mit dem TRIO ACCANTO (mit Nicolas Hodges, Klavier und Christian Dierstein, Perkussion) und dem Saxophon­ensem­b­le XASAX (Paris). Marcus Weiss ist Preisträger des Solistenpreises des Schweizeri­schen Tonkünstlervereins 1989. Er ist seit 1995 Professor für Saxophon und Kammermusik an der Hochschule für Musik Basel, seit 2006 unterrichtet er regelmässig an den Darmstädter Ferien­kursen für Neue Musik sowie an der Ensemble-Akademie IMPULS in Graz.


Sylwia Zytynska, wurde 1963 in Warschau geboren und lebt seit über 30 Jahren in Basel. Sylwia Zytynska studierte Klavier, Cello und Perkussion in Warschau und Krakau. Anschliessend Schlagzeugstudium an der Musikhochschule Basel. Seither konzertierte sie als Solistin und Kammermusikerin auf vielen Bühnen der zeitgenössischen Musik und spielte zahlreiche CD- und Rundfunk-Aufnahmen ein. Mehr als zehn Jahre war sie festes Mitglied des «Ensemble 13» in Karlsruhe. In den letzten Jahren stehen vermehrt eigene Projekte, Performances und Kompositionen im Mittelpunkt ihres Schaffens. Eine intensive Improvisationsarbeit verbindet sie mit Marianne Schuppe (Stimme) und Alfred Zimmerlin (Cello). Ihr besonderes Interesse für Musiktheater, Neue Musik und Performances führte sie 1991 zum Festival Neue Musik Rümlingen, bei dem sie seither in der Programmgruppe mitwirkt. Sylwia Zytynska unterrichtet seit 1985 Schlagzeug an der Allgemeinen Musikschule der Musik-Akademie der Stadt Basel. Sie war Composer of the week beim Musikmonat 2001 in Basel und erhielt im selben Jahr den Kulturpreis der Alexander Clavel-Stiftung. 2004 gründete sie den Verein gare des enfants, mit dem sie 2009 den Lily Waeckerlin-Preis für Jugend und Musik erhielt. In den Jahren 2007–15 diskutierte sie auf SRF2 Kultur gemeinsam mit Thomas Adank und Thomas Mayer über Neuerscheinungen auf dem CD-Markt im Bereich der zeitgenössischen Musik.

 

 

 

Organisation

 

Tumasch Clalüna (Geschäftsführung), geboren 1980, ist freier Produktionsleiter, Regisseur, Musiker und Kulturjournalist. Neben Arbeiten mit der freien Gruppe «Kurzer Prozess» (Text und Regie), inszeniert er für verschiedene Häuser und Festivals. So 2012 und 2014 für die Kunstfestspiele Herrenhausen («Schau lange in den dunklen Himmel», «Labyrinth 14/3») und das Schauspielhaus Basel («Die letzten 48 Stunden») im 2015.

Seit 1998 ist er Mitglied der international erfolgreichen a-cappella Formation «The Glue» und singt bei den renommierten Männerstimmen Basel. Als Produktionsleiter baute er das Stücklabor Basel mit auf, arbeitete mit den Maiden Monsters und mit Ruedi Häusermann, sowie für das Theater Basel. Aktuell verbringt er ein Jahr als Stipendiat am Istituto Svizzero in Rom. Seit 2015 ist Tumasch Clalüna Geschäftsführer des Festivals Neue Musik Rümlingen.


Franziska Breuning (Projektleitung), geboren 1969, ist in Süddeutschland nahe Stuttgart aufgewachsen. Sie studierte Angewandte Kulturwissenschaften an der Universität Lüneburg und promovierte in Musik- und Literaturwissenschaften mit einer Arbeit über den Komponisten Luigi Nono. In den Jahren 1999–2002 war sie Leiterin nationaler Pilotprojekte bei der deutschen Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung in Remscheid und von 2002–2008 Programmleiterin für schweizerisch-baltischen Wissenschaftsaustausch bei der Gebert Rüf Stiftung in Basel. Im Anschluss arbeitete Franziska Breuning mehrere Jahre als Geschäftsführerin für die Kinderkonzertreihe gare des enfants. Als Musikwissenschaftlerin hat sie daneben immer wieder über zeitgenössische Musik geforscht und publiziert. Franziska Breuning ist Mitbegründerin und Geschäftsführerin von Zuhören Schweiz. Beim Festival Neue Musik Rümlingen wirkt sie seit 2011 mit und hat 2016 die Projektleitung inne.


Ulrich Kerkmann (Technische Leitung), hat einen breiten Erfahrungsschatz im Technikbereich und trägt seit vielen Jahren die Verantwortung für alle logistischen und technischen Herausforderungen des Festivals Rümlingen. Er ist hauptberuflich in Liestal beim Kulturzentrum Palazzo in der technischen Leitung tätig und managt mit seiner Eventfirma auch grosse Veranstaltungen wie das Liestal Air.