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Vom 21. – 23. August 2026 wird das Dorf Langenbruck im Oberbaselbiet zum Zentrum des Festivals Neue Musik Rümlingen. Wir bespielen am Freitagabend Orte im Dorf, bringen am Samstag den Wanderweg von der Wasserfallen her zum Klingen und laden am Sonntag zur musikalischen Erkundung des Skulpturenparks im Schönthal.
Künstlerische Leitung: Christian Dierstein, Andreas Eduardo Frank, Lydia Jeschke.
Tickets sind jetzt auf www.kulturticket.ch erhältlich.
Programm
Freitag, 21. August 2026
Durchreisen – Drei Häuser mit Transitgeschichte
Einlass 10:00 – 11:00 Talstation Wasserfallenbahn
Am Freitagabend begrüssen wir ab 18:00 Uhr das Publikum in drei verschiedenen Häusern in Langenbruck; Häuser, die mit der Aufnahme von Reisenden verbunden sind. Drei verschiedenen Künstlergruppen aus Basel und der Welt bespielen diese Häuser.
Die ägyptischen Performerin Aya Metwalli wird die reformierte Kirche bespielen, das Gesangstrio Treï greift in der Turnhalle die tragische Geschichte der Leny Bider auf und der Perkussionist Stefano Grasso nutzt mit einem Quartett die Bider Baracke, ehemals Militärunterkunft, heute Gedenkmuseum an den Flugpionier Oskar Bider.
Aya Metwalli (geb. 1988, Kairo) verwandelt urbane Dissonanz in eine intime, expressionistische Klangsprache. In der reformierten Kirche Langenbruck entwickelt sie gemeinsam mit zwei griechischen Sängerinnen eine musiktheatral-performative Arbeit zwischen Stimme, Improvisation und Elektronik. Was entsteht, ist weniger Konzert als Geständnis – ein freigelegter Nerv im Raum.
Stefano Grasso (Italien – Schweiz) kommt mit drei Mitstreiter:innen nach Langenbruck und bespielt eine verlassene Barracke mit offen angelegten Kompositionen und Improvisation. Gemeinsam mit Mona Creisson (Viola), Yanik Soland (DIY Instrumenten) und Anouk Neyens (Reeds) entsteh unter dem Arbeitstitel «Tier des Jahres» ein Dialog mit dem Ort und dem Festival.
Ensemble Trëi (Deutschland / Schweiz / Frankreich). Die drei Sängerinnen Abélia Nordmann, Şimşek und Mara Miriburg vereinen kulturelle Hintergründe aus der Schweiz, Italien und der Türkei. Das Ensemble verbindet eine kreative Lust am szenisch-konzertanten Spiel mit gesellschaftsrelevanten Themen, Mythen und Geschichten. Für Rümlingen 2026 vertonen sie einen Film zum tragischen Ableben von Leny Bider, der Schwester von Oscar Bider.
takuro mizuta (djsniff) – der legendäre japanische Dj – er war 2022 bereits Gast am Festival – verwandelt die ehemalige Uhrenfabrik (Revue) ab 22:00 in einen Tanzpalast.
Samstag, 22. August 2026
Ankommen – Klangwanderung von Reigoldswil bis Langenbruck
Einlass 10:00 – 11:00 Talstation Wasserfallenbahn
Der Samstag führt uns auf eine Wanderung von den Wasserfallen über das Chellenchöpfli bis hinunter nach Langenbruck. Das Klangerlebnis beginnt bereits in der Bahn, wenn die Programmgruppe des Festivals das Publikum in den Gondeln spielend begleitet.
Die Basel Sinfonietta spielt unterwegs eigens für diesen Weg entstehende Stücke, verschiedene Komponist:innen und Künstler:innen aus der Schweiz, Deutschland, Italien und Norwegen gestalten Abschnitte der Wanderung.
Eine wichtige Rolle spielen die Zugvögel, die im Frühjahr und Spätherbst über die Gegend ziehen. Die Legende der Tüfelschuchi wird musikalisch adaptiert und der Wald hängt plötzlich voller Glocken. Genau hinhören kann das Publikum mit eigens designten grossen Ohren.
Zurück in Langenbruck, erwarten uns eine Klangskulptur von Stefan Heinrich Ebner und eine gemeinsame Festtafel auf dem Schulhausplatz.
Die Gondelfahrt zur Wasserfallen ist im Ticketpreis inbegriffen, das gemeinsame Essen kann separat gebucht werden (die Plätze sind limitiert).
Einlass von 10:00 bis 11:00 an der Talstation der Wasserfallen-Bahn in Reigoldswil
Mit Ane Marthe Sørlien Holen, Volker Böhm, Lukas Berchtold, Fabrizio di Salvo, Lilian Beidler, Mila Comel, Stefan Ebner, Alexandre Babel, Fernando Manassero, Sasha Katsalap, Sinfonietta und der Programmgruppe des Festivals Rümlingen.
Der Weg ist teils steil. Bitte nehmt ggf. Gehstöcke mit und kommt mit guten Schuhen. Die Wanderung geschieht auf eigene Gefahr.
Gondelfahrt: Transit als Erfahrung mit einer performativen Einstimmung auf die gemeinsame Wanderung von Wasserfallen nach Langenbruck.
Mit der Programmgruppe Festival Rümlingen (Marcus Weiss, Sylwia Zytynska, Daniel Ott, Andri Hartmeier, Jeanne Larrouturou, Lydia Jeschke, Christian Dierstein, Andreas Eduardo Frank)
Zwischen Bergweg und Baumlinie entfaltet die Basel Sinfonietta zwei ortsspezifische Arbeiten. Fernando Manassero lässt ein unsichtbares Klanggeflecht im Wald entstehen, ein System aus Signalen und Resonanzen entlang des Wanderpfads. Alexandre Babel setzt auf zeitliche Koordination per Funkuhr und verstreute Positionen – Musik als geteilte, räumliche Erfahrung im Transit.
Ane Marthe Sørlien Holen beschäftigt sich schon seit vielen Jahren mit Klängen der Natur. Bisher trat sie fast ausschliesslich in skandinavischen Ländern auf und wird nun zum ersten Mal ihre Forschungsergebnisse in die Schweiz bringen – als ein «Imaginarium» der im Wald lebenden mythischen Soundcreatures. Mit: Antonio Gaggiano, Victor David
Volker Böhm greift vorhandene Klänge der Umgebung auf und verstärkt und verwandelt diese in neue Klangereignisse während des Vorbeigehens oder des Verweilen am Orts. Sein Thema ist die Baugeschichte des Hauenbergtunnels, den er weit oberhalb in der Natur hörbar macht.
Lukas Berchtold ist als Kind des Dorflehrers in einer grossen Familie unweit unserer Wanderroute aufgewachsen. Fasziniert hat ihn bereits früh der Vogelzug über den Jura und die Verschiedenheit der Vogelrufe in der Region. In seiner aktuellen Arbeit für «Transit Langenbruck» werden daher Vogelstimmen eine wichtige Rolle spielen.
Die junge ukrainische Komponistin und Performerin Sasha Katsalap befasst sich mit der Flüchtigkeit von Bezeichnungen und Klängen. Sie selbst performt am Weg, zusammen mit Katarina Leskovar.
Fabrizio die Salvos Arbeiten verändern Hörerfahrung und Klangerlebnis. Für das Festival hat er mit «Phonem» Ohr-Erweiterungen geschaffen, die das Hören auf dem Weg individuell bereichern.
Die Schweizer Performerin und Klangkünstlerin Lilian Beidler war bereits zweimal beim Festival Rümlingen mit Aufsehen erregenden unterwegs-Interventionen präsent. Sie ist fasziniert von den Baselbieter Sagen und beschäftigt sich für «Transit Langenbruck» besonders mit Hexen- und Teufelssagen der Region. Ihre Aktion geschieht in der so genannten Tüfelschuchi.
Ausgehend vom Gedanken des Transit beschäftigt sich Mila Comel mit der Problematik der Flüchtlingsrouten aus dem Süden nach Norden. Sie schafft dabei eine Verbindung zu ihrer Heimatstadt Triest in Italien, die an einer der meist benutzen Routen für flüchtende Menschen liegt. Aufgenommene Stimmen von Flüchtenden, zurückgelassene Kleider und ein Zelt zur Notaufnahme gehören zu ihrer Installation.
Stefan Heinrich Ebner ist bekannt für seine Metallskulpturen, die zugleich als Klangkörper fungieren. Er baut für «Transit Langenbruck» seine aktuelle «Architektur des Gesprächs» auf dem Schulhausplatz, welche von Musiker:innen und auch dem Publikum bespielt werden kann. Mit: Pablo Escudero, Miguel Martìn
Sonntag, 23. August 2026
Verweilen – Klangwege im Kloster Schönthal
Sonntag 23. August von 10:00 bis 14:00
Am Sonntag locken wir das Publikum von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr in den Skulpturenpark des Klosters Schönthal, dessen Wege und Kunstobjekte wiederum zu klingenden Wegen und Objekten werden: Jessie Marino, Carola Bauckholt, Helena Cánovas Parés und Sylwia Zytynska planen gemeinsam mit weiteren Künstlern die Gestaltung, beteiligt sind auch Laien-Musiker:innen der Region. Ab 15.00 klingen wir gemeinsam bei einem Apero aus.
Mit Jessie Marino und Studierenden des Studiengangs Musik und Szene in Transformation (MuST), Sylwia Zytynska und Impronext, Helena Cánovas Parés, dem Jodlerclub Oberer Hauenstein und lokalen Musikformationen, Carola Bauckholt, mit Truike van der Poel, Lanet Flores und Phoebe Bognar.
Von 10:00 – 12:00 fährt ein Postauto Shuttle von der Tramstation Waldenburg ins Schönthal.
Weg 1: Jessie Marino ist eine Performerin und Medienkünstlerin,die populäre Musik genauso wenig scheut wie abstrakte Kunst. Sie arbeitet in Rümlingen zusammen mit Studierenden des MuST Studiengangs der Hochschule für Musik, Basel unter der Leitung von Raphael Sbrzesny. Gemeinsam bespielen sie den Weg vom Kloster hinauf zu der Installation von Richard Long. Mit: Tomohiro Lino, Niculin Barandun, Miriam Paschetta, Svetoslav Stoychev, Marta Capetta, Jeremie Franiere, Rino Murakami, Juan Camillo Trujillo Uribe, JongSung Myung, Alena Verin-Galistkaia.
Weg 2a: Carola Bauckholt arbeitet häufig mit der «Übersetzung» von Alltags- oder Naturgeräuschen in Musik, es geht um Korrespondenzen. Der Kammweg des Skulpturenparks hat die Komponistin sofort fasziniert: Korrespondenzen zum Klang der Landschaft und den Kunstwerken schafft sie mit drei mobilen Musikerinnen zwischen, vor und hinter den Besuchern. Mit Truike van der Poel, Lanet Flores und Phoebe Bognar.
Weg 2b: Helena Canovas und Sylwia Zytynska entwerfen im Seitental des Skulpturenparks ein musikalisches Wimmelbild aus Stimmen, Körpern und Bewegungen. Zwischen grossem Ring, Bachlauf und großer Wiese wird das Publikum Teil einer choreografierten Wegdramaturgie: Es lauscht einem Jodlerensemble, begegnet mobilen Musiker:innen und Laien aus der Gemeinde und wird auf dem «Silly Walk»-Pfad selbst zur performativen Figur. Gemeinsam mit Laienmusiker:innen, Sportvereinen und Jugendlichen entsteht eine vielschichtige Landschaftskomposition – halb Konzert, halb bewohnte Szene – in der sich Gemeinschaft, Skulptur und Klang zu einem lebendigen Panorama verweben. Mit: Impronext, Jodlerclub Oberer Hauenstein, vier Schlagzeuge
Anreise
Sie erreichen Langenbruck problemlos mit dem öffentlichen Verkehr:
Tram Nr 19 vom Bahnhof Liestal bis Waldenburg, dann Bus Nr. 94 bis Langenbruck.
Die letzte Verbindung nach Liestal fährt um 23:41 ab.
Wir bitten Sie möglichst auf die Nutzung von Privatfahrzeugen zu verzichten.
Insbesondere im Kloster Schönthal stehen nur sehr wenige Parkplätze zu Verfügung.
Am Sonntag 23. August fährt zwischen 10 und 12 Uhr ein Postauto Shuttle von der Tram-Endstation Waldenburg ins Schönthal. Um 14.00 fährt der Shuttle wieder zurück.
Menschen mit eingeschränkter Mobilität können ihr Auto in Langenbruck abstellen, der Shuttle-Bus macht einen Zwischenhalt an der Station Langenbruck Dorf.
Unterkunft
Vor Ort gibt es wenige Hotels. Wir bitten Sie, Ihre Übernachtungen selbst zu buchen.
- Achtung! Es kann schnell alles ausgebucht sein.
Neu Camping!! Ihr habt die Möglichkeit von Freitag abend bis Sonntag morgen ein Zelt am Dorfeingang aufzustellen. Mobile Sanitäre Anlagen sind vorhanden. Die Platzzahl ist begrenzt. Bitte reserviert Euren Zeltplatz über info@neue-musik-ruemlingen.ch
Es handelt sich um eine Futterwiese. Bitte nehmt Rücksicht und räumt auf. Camper und Busse sind nicht erlaubt. Die finden sicher irgendwo sonst einen Standplatz.
www.hotelerica.ch historisches Kurhotel mit 16 stilvoll renovierten Zimmern
www.schoenthal.ch Im Kloster kann man auch übernachten, bei Erwähnung des Festivals auch nur für eine Nacht (sonst mindestens 2 Nächte).
www.gast-hof-spittel.ch Hofgut nahe Langenbruck mit Bed and Breakfast (ausgebucht !!) und Schlafen im Stroh (für das Festival reserviert) → 20 Minuten zu Fuss von Langenbruck, Bus 94 stündlich bis 23:41 Uhr
http://www.kreuz-holderbank.ch Landgasthof in Holderbank.
→ Bus 94 stündlich bis 23:57 Uhr ab Langenbruck
Die Zimmer im Gasthof Ochsen nutzen wir für unsere Künstlerinnen.
www.hotel-wasserfallen.ch Seminar Hotel in Reigoldswil für Gäste, die am Samstag die Klangwanderung besuchen und von weiter her anreisen.
- Achtung!! Die Rückreise mit öffentlichem Verkehr von Langenbruck dauert 1½ Stunden.
Es gibt zudem einige Anbieter von Privatunterkünften und Ferienhäusern.
Sie finden diese über die gängigen Buchungsportale.
Verpflegung / Restauration
Am Freitagabend könnt ihr euch direkt im Gasthof Ochsen verpflegen. Stefan und Simone erwarten euch.
Für die Klangwanderung bitten wir Euch, ein Picnic mitzubringen. Unterwegs gibt es keine Verpflegungsmöglichkeit. Auf halbem Weg gibt es einen Zwischenhalt mit Verpflegung.
Im Anschluss an die Klangwanderung am Samstag gibt es ein grosses gemeinsames Essen im Freien. Das Essen ist nicht im Ticketpreis mit inbegriffen und kann im Vorverkauf dazugebucht werden. Achtung!! Begrenzte Platzzahl!!! Hier geht’s zu den Tickets
Am Sonntag ist ein Apero und der Eintritt in den Skulpturenpark im Ticket inbegriffen. Bitte nutzen Sie den Vorverkauf, um die Planung zu erleichtern.